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HDTV

High Definition Television. Bezeichnung für international verwendete Fernsehnormen mit einer gegenüber SDTV höheren Auflösung von 1080 Zeilen und rund 2 Millionen Bildpunkten oder 720 Zeilen und etwa 1 Million Bildpunkten. Das Bildseitenverhältnis beträgt immer 16:9. Die höhere Auflösung führt dabei zu einem detailreicheren Bild. Da die Bildpunkte im Ggs. zu SDTV viel kleiner sind, kann der Betrachtungsabstand um die Hälfte auf etwa 2- bis 2,5-fache Bildhöhe verringert werden.

Damit kann HDTV einen kinoähnlicheren Gesamtbildeindruck liefern. Dies ist entweder auf großen Displays oder auch mit einem entsprechend größeren Betrachtungsabstand bei einer Projektion im Kino möglich. Bereits Mitte der 80er Jahre hatte man versucht analoges HDTV einzuführen, jedoch war zu diesem Zeitpunkt weder die Herstellung großer Röhrenmonitore noch die Verbreitung von HDTV-Signalen wirtschaftlich möglich. Nur in Japan wurde HDTV mit dem MUSE-Verfahren vor allem für Hotels ausgestrahlt. Nach einer längeren Pause und durch die Einführung eines internationalen digitalen Standards HDTV-CIF sind die Aktivitäten um HDTV wieder aufgelebt. International werden beide Auflösungsvarianten mit 1080 und 720 Zeilen verwendet. In Europa ist jedoch – wegen des geringen Auflösungsvorteils von 576 auf 720 Zeilen – der 1080-Zeilen-Standard sinnvoller.

Grundsätzlich sind HDTV-Signale im Zeilensprungverfahren und mit progressiver Abtastung möglich. Da rein progressive Signale aber von den meisten Studiogeräten nicht verarbeitet oder aufgezeichnet werden können, gibt es von den progressiven Normen noch eine Variante nach dem Progressive segmented Frame-Verfahren. Dadurch ergeben sich für Europa die Fernsehnormen 1080i/25, 1080p/25, 1080psF und 720p/50 sowie für die USA und Japan die Normen 1080i/29,97, 1080p/29,97, 1080psF/29,97 und 720p/59,94. Für die Nutzung von Material einer landesfremden Norm ist grundsätzlich eine Normwandlung notwendig.

Da jedoch die Auflösung zwischen den Landesnormen mit HD-CIF identisch ist, sind Qualitätsreduzierungen nur noch im Bereich der Bewegung zu erkennen. Eine Alternative für internationale Produktionen bietet daher die Norm 1080psF/24, die auch bei HDTV-Programmen für eine Kinoauswertung eingesetzt wird. Auch rein für das Fernsehen geplante Produktionen werden dann mit HDTV produziert, wenn aufgrund der inhaltlichen Programmqualität eine spätere Auswertung per HDTV zu erwarten ist. HDTV-Programme können zur Verwendung bei SDTV downkonvertiert werden. Die Ausstrahlung von HDTV-Programmen findet in Europa per DVB statt.






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Geändert am 09.09.2008.