Praxisseminar QC und Bearbeitung
2-tägiges Praxisseminar für die Bereiche Qualitätskontolle, technische Abnahme, Sendeabwicklung und Bearbeitung.
Beurteilung, Kontrolle und Messung von HDR- und SDR-Material auf File-Basis – für alle, die ausschließlich mit Mediendateien arbeiten und keinen direkten Umgang mit Videosignalen über Schnittstellen wie SDI haben.
Standards
Displays
Videopegel
Überpegel
Signalmessung
Abtastverfahren
HDR und SDR
Farbräume
Mapping
Metadaten
Trainer
Michael Mücher, Produktionsingenieur.
Teilnehmer
Mitarbeiter/innen der Abteilungen QC, technische Abnahme Sendeabwicklung und Bearbeitung, die ausschließlich mit Mediendateien statt mit klassischen Videoschnittstellen wie SDI arbeiten.
Termine
-
QC 9, Hamburg
07.06.2027 (Montag) - 08.06.2027 (Dienstag)
1.Tag 10-18.30 Uhr, 2.Tag 9-17.30 Uhr.
Diese Veranstaltung bieten wir auf Anfrage auch als Inhouse-Seminar mit verschiedenen Schwerpunkten an.
Kosten
1.085 € zuzüglich MwSt.
Der Preis beihaltet unsere 100-seitigen Seminarunterlagen sowie Seminargetränke und Mittagessen.
Die zahlreichen Neuerungen der Videotechnik erschweren es zunehmend, die technischen Eigenschaften und die Bildqualität von Videomaterial richtig zu beurteilen. Besonders deutlich wird dies bei HDR: Unterschiedliche Verfahren und der veränderte Zusammenhang zwischen Videopegel und Bildeindruck stellen neue Anforderungen an die korrekte Verarbeitung und Beurteilung. Das notwendige videotechnische Wissen wird auch dort gebraucht, wo ausschließlich mit Mediendateien gearbeitet wird.
Nach welchen Standards wird beurteilt?
Das Seminar gibt Ihnen einen umfassenden Überblick über alle wichtigen HDR- und SDR-Standards und zeigt, welchen Einfluss die Distributionsformate auf die Produktion haben. Da die digitalen Signalwerte allein oft keine eindeutigen Rückschlüsse auf die tatsächliche Bilddarstellung zulassen, vermitteln wir Ihnen die Methoden für eine zuverlässige Beurteilung und korrekte Wandlung des Materials.
Wie lassen sich HDR und SDR messen?
Die wichtigste Veränderung bei HDR ist die Abkehr von der alleinigen Betrachtung der Videopegel hin zu Licht und Leuchtdichten. Lernen Sie neue Skalen, Messmöglichkeiten und Konzepte kennen, damit Sie mit allen Gewerken auf Augenhöhe diskutieren können.
Bringen Sie Licht ins Dunkel der unterschiedlichen Videopegelbereiche, Farbräume und Testsignale, die bei HDR und SDR verwendet werden.
Diskutieren Sie mit Ihren Kunden künftig über Leuchtdichten und bringen Sie diese mit Code Values und der Dynamik von Videosignalen in Verbindung. Mit dem Wissen aus unserem Seminar können Sie Videopegel sicher beurteilen und auch Fragen zu zulässigen Überpegeln fundiert beantworten.
Zahlreiche Live-Demonstrationen und Bildvergleiche zeigen, wie sich Bildqualität zuverlässig beurteilen, Fehler erkennen und Material korrekt verarbeiten lässt.
Was muss ein Display können?
Sowohl bei Referenz- als auch bei Consumer-Displays hat sich technisch viel verändert. Wir zeigen, welche Displays sich für welche Anwendungen eignen und wann Consumer-Geräte eine sinnvolle Ergänzung oder sogar Alternative zu Referenz-Displays darstellen.
Entscheidend sind häufig die richtigen Einstellungen. Wir erklären, welche Parameter vom HDR-Verfahren und dem sogenannten Rendering Intent abhängen und wie sie die Bildwiedergabe beeinflussen.
Warum kann dasselbe Bild im Abnahmeraum anders aussehen als beim Zuschauer? Wir diskutieren die unterschiedlichen Betrachtungsbedingungen und zeigen, wie Sie zu einer praxisgerechten Beurteilung Ihres Materials gelangen.
Falsche Metadaten – falsches Bild?
Metadaten sind bereits in der Produktion unverzichtbar. Nur mit den richtigen Angaben lassen sich Videosignale korrekt interpretieren, messen und auf Displays wiedergeben. Fehlende oder fehlerhafte Metadaten können bei der weiteren Verarbeitung und Distribution gravierende Bildfehler verursachen.
Wir demonstrieren, wie Metadaten gesetzt, kontrolliert und gegebenenfalls korrigiert werden und welche technischen Angaben insbesondere bei HDR-Material unverzichtbar sind.
Videotechnik verstehen und sicher beurteilen!
Gehen Sie mit Begriffen wie Video Range, HLG, Dolby Vision, WCG und BT.2100 sicher um, wählen Sie die richtigen Display-Einstellungen und gelangen Sie zu einer fundierten, verlässlichen Beurteilung Ihres Videomaterials.
Das Besondere: Sie lernen die technischen Zusammenhänge von HDR und SDR verstehen und direkt auf Ihre tägliche Arbeit mit Mediendateien anwenden.
Was wir im Seminar ganz konkret klären, zeigen Ihnen 33 Beispiele aus der Praxis in unserem Fragenkatalog.
Betrachtungsbedingungen
Betrachtungsabstand
Systemkennlinie
Umgebungslicht
Rendering Intend
Display / Scene Referred
Display
Pixelmapping
Referenz- und Consumer-Display
HDR-Fähigkeit
UHD/HD-Kompatibilität
Deinterlacing-Modi
Safe Area / Underscan
Pixelmappung
Einstellungen Kontrast und Helligkeit
Einstellung HDR-Parameter
Bewegtbilder
Bewegungsphasen
Filmlook
Bildinhalt- und Transportsystem
Progressive und Interlaced Scanning
Deinterlacing
Reinterlacing
Halbbildominanz
Halbbildreihenfolge
Videopegel
Nits und Code Values
Foot- und Headroom
Schwarzwert
Pegelbereiche Narrow / Extended / Full
Grafikpegel
Im- und Export von Files
Videoüberpegel
Legalizer
Videosignal
Auflösung
Skalierung
Up- und Downkonversion
Bildseitenverhältnis
Normen und Standards
Quantisierung
Metadaten
Bildauschreibung
Bildlage
Normwandung
Kontrast
Dynamik
HDR-Nutzung
ITU 2100 / 2020 / 709 / 601
Übertragungskennlinie
HLG / PQ / S-Log3 / SDR
Kamerakennlinien
Luma-Formel / Pegelraum
Farbbalken HDR / SDR
HDR-Distribution
Farbe
Farbraum Rec.2020 / DCI-P3 / Rec.709
WCG / SCG
Vektorgramm
CIE-Darstellungen
Colour Gamut
"Illegale Farben"
Videopegelraum
Videosignalformat
Farbauflösung
Mapping
Up-, Down- und Crossmapping
Bezugspegel
Roundtrip
Mapping-Varianten
Bildfehler
Kamera
Aufzeichnungsformate
Filmformate
Welche HDR-Standards sind für welche Workflows richtig?
Welche Videostandards benötigen einen Full Range?
Welche Kriterien führen bei HDR-Material zu einer Ablehnung?
Welche Signalfehler sind tatsächlich sendegefährdend?
Warum zeigen die meisten Waveformer den Überpegel falsch an?
Warum gibt es für das Schwarz mehrere richtige Pegel?
Welche Fehler entstehen bei der Nutzung des Video-Overheads?
Warum gibt es Interlaced Scanning auch beu UHD?
Warum sind in modernem Videomaterial immer noch Mausezähnchen erkennbar?
Welche Kombinationen von Videonormen und Videostandards sind nicht zulässig?
Warum können Halbbildfehler auch in p50-Materal auftreten?
Wie lässt sich sicher eine 8-Bit-Quantisierung erkennen?
Warum sieht 4K Drohnenmaterial so schlecht aus?
Warum reicht die Benennung eines Videopegels alleine bei HDR nicht aus?
Weshalb gibt es bei PQ und HLG gleich mehrere Skalen?
Wie lässt sich HDR-Material in der Waveform erkennen?
Sind automatische Downmappings akzeptabel?
Wie lassen sich Metadaten von Videomaterialien auslesen und reparieren?
Wodurch entstehen beim File-Export Videopegelfehler?
Warum sind Legalizer im Sendeweg nicht mehr zeitgemäß?
Welche Farbbalken sind bei HDR-Material korrekt?
Wie lassen sich "illegale Farben“ wegdiskutieren?
Wie kann man den korrekten Farbraum trotz fehlender Metadaten kontrollieren?
Welche CIE-Darstellungen hilft bei der Abnahme?
Wie kann man Rec.2020 auf einem DCI-P3-Display abnehmen?
Warum bietet das Vektorskop keine Aussage mehr?
Woran lassen sich Artefakt durch eine Datenreduktion erkennen?
Worin liegt die Gefahr software-interner Messgeräte?
Welche HDR-Standards erfordern eine manuelle Einstellung am Display?
Wann muss das Displays bei einer technischen Abnahme an den Raum angepasst werden?
Wieso ist die HD-Kompatibilität einiger UHD-Displays eingeschränkt?
Für welche Genres eignen sich der BVM-X300 nicht?
Was sind die Einschränkungen aktueller UHD-Consumer-Displays?
"Ich konnte alle meine Fragen zu HDR klären. Dabei haben die vielen Produktionsbeispiele geholfen, die in den beiden Tagen gezeigt wurden.
Leider hat das Seminar dazu geführt,. dass wir viele Einträge in unserer Materialdatenbank ändern müssen. Aber nun ist alle komplai
Vielen Dank für die kurzweiligen und spannenden beiden Tage!"
- Klaus Milek, Leitung Postproduktion, Mai 2024
"Erstaunlich welche Mythen sich zur korrekten Bewertung von Videomaterial gehalten haben.
Vor allem fand ich die Tipps und Tricks interessant, wie man auch ohne teuren Analyzer "messen" kann.
- Martin Stielow, Cutter, November 2023
"Vielen Dank für die 2 Tage - Sie haben echt eine Gabe, komplexe Dinge einfach und verständlich zu vermitteln.
Ich kann mich jetzt sicher besser mit meinen Kollegen austauschen als vorher."
- Julia Burkhardt, Expert Content Management, Sky, Februar 2021
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